WLAN-Lösungen: Plume vs. Repeater

WWZ am 8 Dezember 2019

In der ganzen Wohnung schnelles WLAN – dafür reicht der Router oftmals nicht aus. Plume und Repeater helfen, das Signal in den eigenen vier Wänden zu verbessern. Je nach Wohnung eignen sich aber nicht beide Systeme gleich gut.

In der Küche und im Wohnzimmer laden Videos und Bilder rasch, aber auf dem Balkon und im Schlafzimmer dreht das Bildschirm-«Ührchen» ewig, oder das angezeigte WLAN-Symbol verschwindet komplett: Das Signal schafft es nicht durch alle Böden, Decken und Mauern hindurch. Vor allem in grossen Wohnungen und Häusern schwächelt das Signal schnell einmal. Hier können Systeme helfen, die das WLAN-Signal aufgreifen und verstärken.

Repeater nur für kleine Wohnungen

Ein Repeater kann das Problem lösen. Sie werden dort positioniert, wo das Heimnetz schwach ist, und erweitern so dessen Reichweite, indem sie die Signale verstärken und weiterleiten an Endgeräte wie Smartphone und Laptop.

Allerdings geht dabei ein grosser Teil der Leistung verloren. Denn vor allem günstige Router nutzen das gleiche Frequenzband fürs Empfangen und Senden. Das heisst: Die Verbindung zwischen Router und Repeater wie auch zwischen Repeater und Endgerät verläuft auf derselben Frequenz, genannt Single-Band. Das Gerät kann also nicht gleichzeitig Senden und Empfangen, sondern macht eins nach dem andern. Es gilt die Faustregel: Repeater halbieren die verfügbare Bandbreite. Sie eignen sich deshalb nur für kleine Wohnungen und eine kleine Anzahl Endgeräte. Durch mehrere Mauern oder über mehrere Stockwerke hinweg reicht ihre Leistung nicht aus. Kommunizieren Repeater auf zwei verschiedenen Frequenzen, nennt sich das Dual-Band. Diese Geräte können gleichzeitig Daten senden und empfangen.

Repeater leiten das WLAN-Signal nur schwach weiter. Sie eignen sich deshalb nur für kleine Wohnungen.

Plume: Immer den besten Empfang

Anders funktioniert das System Plume. Es setzt sich aus mehreren kleinen steckbaren Geräten zusammen, sogenannten Pods. Einen davon verbindet man mit dem Router, die anderen steckt man in beliebig vielen Räumen in herkömmliche Steckdosen. Von dort baut der Pod eine Verbindung zum nächsten optimal zu erreichenden Pod auf. Dabei nutzt Plume drei verschiedene Frequenzen für die Kommunikation zwischen Router, Pods und Endgerät. Das verbessert den Empfang und sorgt für weniger Strahlung.

Die einzelnen Pods kommunizieren miteinander. Deshalb weiss das System immer, welcher Pod für welches Endgerät aktuell die beste Verbindung bietet und optimiert sich selbst. Geht man beispielsweise mit dem Smartphone durch die Wohnung, empfängt dieses das WLAN, je nachdem, ob man jetzt gerade in der Küche oder auf dem Balkon steht, von einem anderen Pod. Von diesem Wechsel bemerkt der Kunde nichts – sein Endgerät bleibt so aber immer mit dem besten Empfang verbunden.

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Kontrolle per App

Die Pods sind über eine App mit dem Smartphone verbunden. Die App zeigt beispielsweise den aktuellen Datenverbrauch und die verbundenen Endgeräte an. Man kann mit ihr auch einen Gästezugang freischalten oder für bestimmte Geräte das WLAN ausschalten. Das ist vor allem für Familien interessant: Wenn die Kinder abends nicht mehr im Internet surfen sollen, kann Plume den WLAN-Zugang für dieses bestimmte Gerät unterbrechen. Für alle anderen Geräte bleibt die Verbindung bestehen.

Neu bietet Plume auch einen Ad-Blocker, einen Content-Filter für einen angemessenen Jugendschutz sowie eine Blacklist für Websites. Zudem kann man neu Profile für verschiedene Nutzer anlegen. So lassen sich beispielsweise bestimmte Websites für gewisse Geräte blockieren.

 

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Tags: Internet, WLAN, Plume, Repeater