Wie Ninas Kater durchs Internet rast

WWZ am 8 Dezember 2019

Nina «postet» ein Katzenbild auf Facebook. Sekundenbruchteile später «likt» Freundin Fabienne das Bild. Was passiert dazwischen? Wir nehmen Sie mit – auf eine Daten-Weltreise im Wimpernschlag-Tempo: So funktioniert das Internet.

Das Essen ist fertig! Nina stellt den Teller bereit und holt sich noch ein Glas Wasser. Als sie sich an den Tisch setzen möchte, blickt ihr Kater Filou entgegen: Mit grossen Augen, ein Pfötchen auf dem Tisch, sitzt er ihr keck gegenüber. Nina muss sich ein Lachen verkneifen. Zu gern hätte der verfressene Kater wohl einen Happen von ihrem Essen. Ein Moment, gemacht zum Teilen auf Facebook.

Post auf Facebook

Nina holt ihr Smartphone und knipst ein Foto. «Filou hätte wohl auch gerne etwas von meinem Abendessen», schreibt sie zum Foto und postet es auf Facebook.
Nina wohnt in Zug. Im gleichen Moment, in dem sie auf Facebook «Posten» klickt, macht sich ihr Filou-Bild auf eine weite Internet-Reise – übers WWZ-WLAN und -kabelnetz weiter zu Servern auf der ganzen Welt. Der ganze Vorgang dauert nur einen Wimpernschlag. Hier die Erklärung in Zeitlupe:

WWZ_Internet

Erste Station: WWZ

Nina postet das Bild über ihr Smartphone. Zu Hause ist sie ans Netz von WWZ angeschlossen. Per WLAN gelangt das Foto zu ihrem Router auf dem Bücherregal im Wohnzimmer. Der Router bringt das Internet auf dem Kabelweg über das Netz von WWZ in ihre Wohnung. Auf dem gleichen Weg zurück gelangt das Katzen-Bild nun auf die Server von WWZ.
Server sind Computer. Auf allen Servern dieser Welt ist der gesamte Inhalt des Internets gespeichert. Da die Datenmenge im Web täglich wächst, nimmt auch die Anzahl Server weltweit ständig zu.
Von den WWZ-Servern sucht sich der Post nun über Kabel und Router – diese weisen den Daten den richtigen Weg – die Server von Facebook in den USA. Das bedeutet: Filou setzt zur Atlantiküberquerung an.

Das Bild auf dem Smartphone in der Hand von Nina. Auf dem Bildschirm sieht man das Foto von Kater Filou, das jetzt online auf Facebook ist.

Per Kabel in die USA

Weltweit verbinden Seekabel die Kontinente miteinander. Rund 300 solcher Kabel liegen auf dem Meeresboden. Mittlerweile ist Ninas Post an der spanischen Küste angekommen und gelangt nun per Seekabel über den Atlantik zu Servern in den USA. Diese schicken das Bild weiter, bis es die Server von Facebook erreicht. Bei der Eröffnung ihres Facebook-Kontos hatte Nina ihre Zustimmung zu den AGB gegeben. Somit erlaubte sie dem sozialen Netzwerk, ihre Fotos auf den Unternehmens-Servern zu speichern. Das passiert auch mit dem Bild von Filou. Es liegt jetzt auf den Servern von Facebook und jeder, der mit einem internetfähigen Endgerät auf das Netzwerk zugreift, hat die Möglichkeit, das Foto zu sehen.

Ein «Like» für Filou

Ninas Freundin Fabienne sitzt gerade im Bus. Sie ist auf dem Nachhauseweg. Sie zückt ihr Smartphone, aktualisiert ihren Facebook-Feed und greift dadurch auf die Server von Facebook zu. Da erscheint Ninas Bild vom verfressenen Kater Filou. Fabienne schmunzelt. Kater Filou gibt’s mit dem Betteln wohl nicht auf, denkt sie, und «likt» das Bild.
Da Fabienne unterwegs ist, sendet ihr Smartphone das «Like» an die nächste Mobilfunkantenne von Sunrise-Partner Quickline. Alle Dienste und Produkte des Unternehmens laufen auf den Internet-Leitungen von WWZ. Von der Antenne macht sich das «Thumbs Up»-Signet auf denselben Weg wie zuvor das Foto: WWZ-Netzwerk, Server und Router, über den Atlantik zu Servern von Facebook. Diese speichern das «Like» von Fabienne – und Nina sieht, dass sich Fabienne wohl über ihren Kater amüsierte.

Facebook an der Spitze

Mit ihrer Interaktion innert Sekundenbruchteilen sind die beiden Freundinnen nicht alleine. Im Januar 2019 hatte Facebook monatlich 2,27 Milliarden aktive Nutzer und war somit wiederholt das grösste soziale Netzwerk weltweit. Die Facebook-Nutzer laden jeden Tag mehr als 300 Millionen Fotos auf die Server von Facebook. Auf dem zweiten Platz bezüglich Nutzerzahlen liegt YouTube mit 1,9 Milliarden Nutzern. Mit 1,5 Milliarden monatlich aktiven Nutzern folgt WhatsApp.

 

Internet-Begriffe, die Sie kennen sollten:

 

  • Endgerät

Gerät mit Benutzeroberfläche, das über einen Netzanschluss verfügt, beispielsweise Telefon, Smartphone, Laptop, Computer.

  • IP-Adresse

Einzelne oder mehrere Empfänger (Computer, Laptop oder Server) sind durch eine IP-Adresse gekennzeichnet. Dieser besteht aus einer Zahlenfolge.

  • Provider

Das ist der Name des Internetanbieters, beispielsweise Quickline. Er ermöglicht den Kunden den Zugang ins Internet. Die drei grossen Mobilfunkanbieter in der Schweiz heissen Sunrise, Swisscom und Salt. Beim Mobilfunk setzt Quickline auf das Antennennetz von Sunrise.

  • Router

Diese Geräte steuern den Datenverkehr zwischen den Servern. Router weisen also den Daten den Weg zum Ziel.

  • Server

Server sind Speicherorte für abrufbereite, digitale Daten – ähnlich einer sehr leistungsstarken Festplatte. Auf allen Servern der Welt sind sämtliche Daten des Internets gespeichert.

 

 

Tags: Internet, Facebook, Web, Netz